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Nach
ein paar Tagen Wander- und Besuchsurlaub in Thüringen
entschlossen wir uns kurzfristig - auch in Anbetracht des schlechter
werdenden Wetters in Mitteleuropa - zu einem Kurzurlaub in wärmeren
Gefilden. So fanden wir im Internet bei l-Tours eine einwöchentliche
Flugreise an die Algarve zu einem lukrativen last-minute-Preis (ca.
750,- DM pro Person). Wir buchten per Telefon und holten uns kurz
vor Abflug unsere Unterlagen in Leipzig ab. Halbwegs pünktlich
kamen wir am Sonnabend, dem 1.7.2000, in Faro im Süden
Protugals bei strahlender Sonne an und wurden mit einem Kleinbus in
unser Hotel nach Silves, der früheren Hauptstadt der Algarve,
gebracht. Uns überraschte eine wunderbare Aussicht auf die
ehemalige maurische Burg und die Altstadt. Am Abend ging es in der
Stadt recht turbulent zu: Disko und Lasershow mit Projektion an die
Mauern der Burg. Wir konnten getrost das Fenster schließen,
schließlich gab es eine Klimaanlage.
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Am
2.7. bestellten wir nach dem Frühstück (im Preis
inbegriffen) ein Mietauto (Renault Clio - umgerechnet 250,- DM zzgl.
70,- Vollkasko für eine Woche), welches uns zwei Stunden später
ans Hotel gebracht wurde. Noch am Vormittag fuhren wir nach Lagos
und besichtigten die schöne Altstadt, insbesondere die Kirche
(Museum). Anschließend fuhren wir über Luz und Burgau
westwärts, badeten am Praia do Martinhal und fuhren zum
südwestlichsten Punkt Europas Cabo de Sao Vicento. Das
Abendbrot genossen wir zu verträglichen Preisen wieder wie am
ersten Tag im Hotel.
Am
3.7. suchten wir uns einen idealen Strand, zunächst
bei Caroeiro (wenig Platz), dann am Praia de Marinha (sehr grün),
am Praia da Gale (recht ordentlich). Im Grunde genommen sind die
Strände sehr angenehm (trotz der nahegelegenen Hotelstädte),
aber teilweise sind sie sehr abgelegen. Je weiter man nach Westen
kommt, desto kälter wird der Atlantik. An manchen Stellen
pfeift ganz schön der Wind. Besonders schön ist die
Uferlandschaft im westlichen Teil: felsig und mit vielen Grotten
versehen. Nach einem kurzen Bad sind wir über Albufeira nach
Paderne gefahren (lohnte sich nicht) und anschließend zur
Festung Paderne (leider hochgefahren, Spaziergang hätte sich
gelohnt).. Auf der Rückfahrt besichtigten wir noch das Dorf
Alte mit seiner interessanten Kirche und auch einigen Kitschbuden.
Über Amorosa begaben wir uns vorbei am Stausee (interessante
Landschaft) wieder ins Hotel.
Am
4.7. fuhren wir ins Mittelgebirge von Monchique und ließen das
Auto kurz vorm Berg Foia (902 m) an einer Quelle (von wo sich viele
Einheimische ihr Wasser holen) stehen. Wir wanderten (ohne
Wanderkarte) zum Sattel, nördlich um den Foia herum, über
den Berg (Touristen-Gewimmel) und stiegen einen kleinen verlassenen
Pfad westwärts wieder zum Auto hinab.
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Am
5.7. fuhren wir nach Armacao de Pera (kleine Kapelle auf einem
Felsvorsprung überm Meer) und wanderten die Küste entlang
westwärts Richtung Praia da Marinha (reizvolle Steilküste
- nicht ganz ungefährlich, weil an manchen Stellen ganz
unvermittelt sich vor einem ein Loch zum Meer auftut) und zurück.
Am Nachmittag unternahmen wir eine Bootsfahrt von Lagos aus zu den
Grotten (ca. 40 Minuten für 30,- fürs ganze Boot) - hat
sich unbedingt gelohnt!
Am
6.7. unternahmen wir eine Rundfahrt über Salir (ehemalige
Festung, Kirche), Esoi (Rokoko-Schloß und römische
Ausgrabungen), Faro (Altstadt, Turm der Kathedrale), Almansil
(St.-Lorenz-Kirche - vollständig mit Azulejos (bemalten
Kacheln) ausgekleidet).
Am
7.7. fuhren wir eine landschaftlich schöne Straße durchs
Monchique-Gebirge westwärts nach Aljezur (Burg), begaben uns
südwärts auf Strandsuche (überall geringfügig
vom Ideal abweichend) und badeten letzendlich südlich von
Raposeiro (nachdem wir zum zweiten Male vergeblich den FKK-Strand
gesucht hatten).
Am
8.7. badeten wir zum Abschluß am Strand Senora da Rocha und am
Nachmittag brachte uns der Kleinbus wieder nach Faro. Wir kamen
pünktlich in Leipzig an und erreichten mit dem Flughafenbus
noch bequem den letzten Zug nach Dresden.
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